, Büttgen Kônen

Können wir nicht schon in diesem Leben die Erleuchtung erlangen?

Als einfache, in unseren Fähigkeiten eingeschränkte Menschen haben wir nicht mehr die Kraft, von uns selbst heraus das Erwachen, auf japanisch „Satori“, zu einem Buddha in diesem Leben zu schaffen. Wir stehen aber dazu und nennen dieses unermessliche, für uns nicht fassbare Leben beim Namen: „Namu Amida Butsu“.
Vielleicht sollten wir uns in diesem Leben eher zum Ziel setzen, unser Satori in einem bestimmten Bereich unseres Lebens zu erreichen. Wenn jemand z.B. ein bestimmtes Handwerk wie das Töpfern oder Tischlern über viele lange Jahre betreibt und darin ein so tiefes Verständnis und eine herausragende Fähigkeit erlangt, dass ihm keiner mehr etwas vormachen kann, dann kann man sagen, dass er in seinem Beruf/seinem Bereich das Satori erlangt hat. Ein solcher Mensch strahlt eine tiefe Ruhe und innere Zufriedenheit mit sich selbst aus, und hat durch seine spezielle Tätigkeit eine große Weisheit über das Leben erreicht – auch wenn er von anderen Bereichen keine Ahnung hat. Das wäre ein „Satori im kleinen“, das uns aber im Leben einen großen Schritt weiter in Richtung Buddhaschaft bringen kann. Wenn wir dazu noch immer wieder das Nenbutsu praktizieren, können wir völlig sorglos und gelassen durchs Leben gehen. Aber auch ohne so eine spezielle Fähigkeit oder Tätigkeit können wir durch regelmäßige Rezitation und absolutes Vertrauen in Amida zu zufriedenen, gelassenen Nenbutsu-Menschen werden. So lässt Amida uns von innen heraus leuchten und auch andere Menschen zum Strahlen bringen. Auch während wir noch unseren materiellen Körper haben, können wir spirituell einen Zustand des inneren Friedens, des "Reinen Landes", erreichen. Das bedeutet allerdings nicht, dass wir dann schon von Krankheiten und anderen körperlichen Leiden frei sind.