Ist Amida Buddha ein Gott?
Nein. Amida ist die unermessliche, unendliche Kraft des Universums, der sogenannte „Dharma-Körper“, aus dem das Leben entstanden ist. Amida ist wie die Sonne, ohne die kein Leben existieren kann, auf spiritueller Ebene. Anders als Götter in anderen Religionen greift Amida aber nicht aktiv in den Lauf der irdischen Welt ein oder hat die Naturgesetze geschaffen – hier folgen wir den Erklärungen und Beweisen der modernen Wissenschaft.
In seinem „Manifestations-Körper“ als Shakyamuni Buddha, der als Mensch tatsächlich in unserer Welt gelebt hat, lehrte er aber die Menschen einen Weg, wie man mit den Erfahrungen und Ereignissen im Laufe seines Lebens besser umgehen kann und am Ende mit sich ins Reine kommen kann. Wenn wir dem buddhistischen Weg folgen und uns nach unserer Geburt ins Reine Land unseren Bodhisattva-Übungen widmen, wird durch Buddhas dritte Manifestation, die sogenannte „Belohnungs-Verkörperung“ unsere Buddha-Natur geweckt. Die Buddha-Natur trägt jeder Mensch in sich, aber sie kann nur durch Einwirkung einer äußeren Kraft (Amida) entfaltet werden – so wie aus einem Ei nur durch äußeres Einwirken ein Küken schlüpfen kann.
Wenn unsere Buddha-Natur zur Entfaltung gekommen ist, werden unsere Leiden, Sorgen und Begierden wie vom Wind weggeblasen, und am Ende erreichen wir Nirvana. Unser Ziel ist also, selbst zu Buddhas zu werden, während man z.B. im Christentum nicht das Ziel hat, selbst zu Gott zu werden. Auf dieses Ziel arbeiten wir hin, wenn wir Amida Buddha in seiner „Belohnungs-Verkörperung“ z.B. in Form einer Statue oder durch innere Visualisierung vor uns sehen und ihn mit seinem Namen ansprechen: „Namu Amida Butsu.